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Geschichte
Das Linieninfanterie-Regiment „Prinz Maximilian“ war ein Infanterieverband der kurfürstlich (später königlich) sächsischen Armee. Es wurde am 7. Dezember 1701 als Infanterie-Regiment „Graf Beichlingen“ zur Regierungszeit von Kurfürst Friedrich August I (August der Starken) gegründet und wurde nach dem Verlust der sächsischen Militärautonomie am 31. März 1919 aufgelöst.
zur Regimentesgeschichte:
1702 |
War die Feuertaufe des Regiments im Großen Nordischer Krieg (1700 - 1721) in der Schlacht bei Klissow. |
1714 |
Marschierte es im Spanischer Erbfolgekrieg (1701-1714) gegen die Schweden. |
1733 - 1735 |
Nahm es am Polnischer Erbfolgekrieg teil, zur Wahrung des Anspruches Sachsens auf die polnische Königskrone. |
1740 - 1742 |
im ersten Schlesischen Krieg stand es an der Seite Preußens gegen Österreich. Am 26. November 1741 nahm das Regiment an der Erstürmung Prags und an der Einschließung von Brünn am 23. März bis 5.April 1742 teil. |
1744-1745 |
Focht es im zweiten Schlesischen Krieg an der Seite Österreichs gegen Preußen. Das Regiment kämpft unter anderem in den Schlachten von Hohenfriedberg und Kesselsdorf. |
1756-1759 |
Im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) kapitulierte das Regiment am Lilienstein und wurde in die Preußische Armee eingegliedert. Das führte zu massenhafter Desertion nach Böhmen. Am 1. August 1759 focht es neu formiert unter anderen in der Schlacht bei Minden. |
1794 |
Teilnahme an der Reichsexekution am Rhein gegen das Revolutionäre Frankreich mit dem Stab und dem I. Bataillon. |
1806 |
Im vierter Koalitionskrieg an der Seite Preußens zog man gegen Frankreich (Teilnahme an der Schlacht bei Jena). Später an der Seite Frankreichs gegen Preußen. |
1807 |
Sachsen ist durch den Beitritt des Kurfürsten Friedrich August III. zum Rheinbund, ab sofort Verbündeter Napoleons. |
1809 |
Stand es im fünfter Koalitionskrieg an der Seite Frankreichs gegen Österreich und nahm u.a. an der Schlacht bei Wagram teil. |
1812/13 |
Der Russlandfeldzug Napoleons. Vom Regiment Prinz Maximilian und Regiment von Rechten waren zunächst nur die Grenadiere mobilgemacht, welche das Grenadierbataillon von Spiegel bildeten. Im Russlandfeldzug nahmen sie zum Beispiel an dem Gefecht bei Podobna, Woltowyst und am Überfall bei Kalisch teil. Von den 800 Mann starken Bataillon, kehrten nur ca. 50 Mann aus den Gefechten in Russland zurück. Die Musketiere des Regiments bleiben als Deckungstruppe im deutschen Norden. Die Reste des Regiments Prinz Maximilian kämpfen im neu formierten 2. provisorischen Linieninfanterieregiment an der Seite Frankreichs weiter. |
1813 |
Im Gefecht und Kapitulation von Lüneburg hat man nicht nur die verlorene Schlacht zu betrauern, sondern auch den Verlust der Fahne. Die Musketiere werden in den zahlreichen Gefechten und Überfällen fast gänzlich aufgerieben. Ein Teil der Gefangenen des Regimentes bilden später die Russisch-Deutsche Legion. Am 12.05.1813 wird die Festung Torgau an die Franzosen übergeben. Das Regiment war mit zum Bau der Festung befohlen. Im Sommer existiert vom Regiment Prinz Maximilian nur noch das Grenadierbataillon von Spiegel. Dieses focht bei den Gefechten von Großbeeren, Dennewitz, Wartenburg und der Völkerschlacht bei Leipzig. |
1814-1816 |
In Folge der Anfang November 1813 eingetretenen Neuformierung der Armee nahm es an dem Feldzug in Flandern teil und focht bei Camp de Nousies oder beim Ausfalls-Gefecht bei Affevent. Anschließend verblieb das Regiment von 1816 bis Ende 1818 als Besatzungstruppe in Frankreich. |
1848-1851 |
Deutsch-Dänischer Krieg. Das Regiment war als Exekutionsarmee des Deutschen Bundes unter anderem am Gefecht bei Düppel am 13. April 1849 beteiligt. |
1866 |
Deutsch-Deutscher Krieg an der Seite Österreichs gegen Preußen. Das Regiment nahm an der Schlacht bei Königgrätz teil. |
1870-1871 |
Deutsch-Französischer Krieg. Das Regiment focht unter der Führung des Kronprinzen Albert von Sachsen und Prinz Georg von Sachsen und nahm an den Schlachten bei Gravelotte (St. Privat) und Sedan sowie der Belagerung von Paris teil. |
1914-1918 |
Teilnahme des Regiments am Erster Weltkrieg unter den Namen "Kronprinz" (5. Königlich Sächsisches) Infanterie-Regiment Nr. 104 und das Regiment "König Wilhelm II. v. Württemberg" (6.Königlich Sächsisches) Infanterie-Regiment Nr. 105. |
31.3.1919 |
Erfolgte die Auflösung des Regiments nach dem Verlust der sächsischen Militärautonomie. |